Jagd ist aktive Wild-Pflege & gelebtes Brauchtum

Jagd und Brauchtum sind zwei Begriffe, die nicht von einander getrennt betrachtet werden können. Im jagdlichen Brauchtum spiegelt sich die Auffassung vom Jagen, Hegen und Pflegen des Wildes wieder. Es steht für überliefertes Jagd-Wissen aus Jahrhunderten, ungeschriebene Gesetze und Regeln - sowohl praktischer wie ethischer Art.

Jagdliches Brauchtum bedeutet vor allem: Respekt vor der Natur, dem Wild und damit dem Leben selbst.

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Geschichte des Jagens und jagdlichen Brauchtums

Die Geschichte des Menschen ist untrennbar mit der Jagd verbunden. Denn die Jagd gilt als das älteste Handwerk des Menschen. Leider gibt es über die Jagd bzw. deren Gebräuche aus der Frühgeschichte der Menschheit so gut wie keine Informationen und Aufzeichnungen. Unstrittig dürfte sein, dass die Jagd zur Sicherung des Überlebens der Familie und der Sippe diente, wobei z.B. ausgehöhlte Mammut-Zähne als frühester Beleg für die Jagd-Tätigkeit gelten.

Später wurde die Jagd auch als Ertüchtigung und Vorübung für das Soldatenleben gesehen, aber bestimmte Verhaltensweisen sind auch hier nicht überliefert.

Vom allgemeinen Brauchtum zum „Jagd-Recht“. Im frühen Mittelalter wandelte sich die Jagd zum ritterlichen Vergnügen - inklusive Gesetzen, die dem Ritter das Vorrecht der Jagd sicherten. Im 8. bis 14. Jahrhundert wurde die Jagd immer mehr eine höfische Angelegenheit der Könige und Fürsten.

Mit den „Bann-Forsten“, also Wälder, in denen nur noch Adlige jagen durften, wandelte sich die Jagd zum reinen Herrschafts-Privileg. Das bedeutet das Ende der freien Jagd, da Unberechtigte als „Wilddiebe“ verurteilt wurden. Im Laufe der Zeit teilte sich der Adel in den sogenannten Hochadel, wie Kaiser, Könige und Fürsten, sowie dem niederen Adel (auch Landadel genannt), wie Grafen und Baronen. Dementsprechend gab es auch eine Rangordnung beim Wild: Hochwild, wie Hirsch und Wildschwein für den Hochadel und das Niederwild, wie Hase, Reh und Fasan, für den niederen Adel.

Doch was der eine zuviel hatte, hatte der andere zu wenig. Da das Volk hungerte, während sich der Adel am Wild gütlich tat, waren die Bauernkriege des 16. Jahrhunderts die logische Folge. Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte die höfische Jagdkultur ihren Höhepunkt. Die Jagd diente nun als Zeitvertreib und Vergnügen der aristokratischen Gesellschaft. So war es eigentlich ein Wunder, dass die bürgerliche Revolution von 1848 erst dann die die Feudaljagd zu Gunsten aller Bürger beendet.

Fortan galt: Eigentümer eines Areals mit einer zusammenhängenden Mindestgröße durften die dort lebenden Tiere erlegen. Doch die neue Jagdfreiheit dezimieren die Tierbestände so stark, dass eine Neuregelung im Jagdrecht notwendig wurde. Die Hege und Pflege, festgelegte Jagd und Schonzeiten und eine strenge Jägerprüfung wurden Pflicht. Der Schutz des Forstes und der Artenschutz wurden wichtiger.

Heute muss sich die Jagdausübung auch daran messen lassen, wie Tradition und Brauchtum mit neuen, ökologischen und ethischen Sichtweisen in Einklang gebracht werden kann.
 

Warum ist die Jagd auch heute noch wichtig?

Jagen heißt, Verantwortung für die Natur, für Wild, Wald und Wiese zu übernehmen.

Die Jagd dient gerade heute der Erhaltung der Wildtier-Lebensräume, sowie der Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt, da sie nicht zuletzt die Wildbestände reguliert und darauf achtet, dass z.B. durch Überpopulation des Wildes kein übermäßiger Schaden an Bäumen, Gräsern und Blumen in Feld, Wald und Wiesen entsteht. Der Jäger sorgt so für einen artenreichen und gesunden Wild- und Naturbestand, was auch der Allgemeinheit zugute kommt.

Darüber hinaus ist die Jagd ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der weit über die jagdlichen Kreise hinaus wirkt, da die Ausgaben für die Jagd Tausende von Arbeitsplätzen sichern.

Und nicht zuletzt ist Wildbret ein hochwertiges und geschätztes Nahrungsmittel, das sich nicht nur bei Jägern großer Beliebtheit erfreut, sondern auch ein traditionelles, kulinarisches Kulturgut in den jeweiligen Ländern darstellt.
 

Wie wird man Jäger(in)?

Grundlage ist die „Jagdkarte“ - oder der Jagdschein. Voraussetzung der Ausstellung einer Jagdkarte ist der Nachweis die jagdliche Eignung, die durch das erfolgreiche Ablegen einer Prüfung nachgewiesen wird. Zur Vorbereitung auf die Jagdprüfung werden vom jeweiligen Landesjagdverband Kurse angeboten. Die Prüfung selbst gliedert sich in einen mündlichen und praktischen Teil.

Folgende Kenntnisse werden vermittelt und erlernt:
 

  •         Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Wildkrankheiten
  •         Naturschutz
  •         Jagdbetrieb, waidgerechte Jagdausübung
  •         Jagdhundewesen
  •         Wald- und Landbau, Wildschadenverhütung
  •         Jagdwaffen, Waffentechnik, Handhabung von Jagdwaffen
  •         Jagdrecht, Waffenrecht, Tierschutzrecht, Naturschutz- und Landschaftspflegerecht
     

Meist beträgt die Kursdauer ca. ein halbes Jahr.
 

Was braucht man für die Jagd?

Logisch,… die richtige Jagdkleidung orientiert sie sich an der Natur. Wobei gedeckte Farben und Materialien wie Leder und Loden nicht nur wasser- und windfest sind, sie ermöglichen ein nahezu lautloses Bewegen in der Natur.

Auch das Jagdhorn ist als Signalgeber bei der Jagd heute noch im Einsatz. Und ein wohlklingendes Musikinstrument obendrein. Und dann sollte natürlich die richtige Büchse bzw. das dem Wild entsprechende Gewehr nicht unerwähnt bleiben.
 

Die Jagdbekleidung

Welche Kleidung man für die Jagd braucht, hängt natürlich von der Jahreszeit ab - aber eine Regel gilt so gut wie immer:  Man kleide sich nach der Zwiebeltaktik! Das bedeutet: Mehrere Lagen dünner Kleidung sind besser, als wenige Lagen dicker!
 

Warum?

Zwischen den einzelnen Lagen entstehen Luftpolster als zusätzliche Isolationsschicht. Weiterhin kann man sich durch An-/Ausziehen einzelner Schichten sinnvoll auf jedes Klima einstellen.

Wobei die unterste Schicht, also die auf der Haut liegende Unterwäsche, die wichtigste Funktion in der Bekleidungs-Kette darstellt. Die Funktions-Wäsche sollte im Sommer dank Luftzirkulation kühlen und Feuchtigkeit durch Schweiß schnell abbauen, sowie  im Herbst und Winter warm halten.

Die weiteren Bekleidung-Schichten der Zwiebeltaktik sind Geschmacksache. Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Bedeutung einer guten Jacke - sowie der Fleecejacke. Denn obwohl diese Jacken sehr leicht sind, sind sie doch warm und ideal, um einen optimalen Feuchtigkeitsabtransport nach außen zu erreichen.

Die Über-Jacke ist im Schnitt großzügig geschnitten um die Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken, ausserdem reicht sie über das Gesäß hinaus, damit sie auch in sitzender Position warm hält.

Sie sollte einen winddicht schließenden, hohen Kragen sowie eine Kapuze mit Verstellkordel haben. Ausserdem winddichte Ärmelabschlüsse und am Jacken-Bund in der Weite verstellbar sein.

Oft unterschätzt wird die Bedeutung der Kopfbedeckung: denn über den ungenügend geschützten Kopf verliert der Körper enorm an Wärme und damit an Energie. Im Winter sollte es eine Fellmütze sein, im Frühjahr und Herbst ein Hut, eine Kappe oder eine Mütze - das bleibt jedem selbst überlassen. Auch sollte man eine Kopfbedeckung in puncto Tarnung nicht unterschätzen.

Ebenfalls hat die Fußbekleidung enorme Bedeutung für den Wärmehaushalt des Körpers. Man achte bei Schuhen auf einen hohen Schaft, Dichtigkeit gegenüber Nässe und ein atmungsaktives Innenfutter.
 

Das Horn

Auch, wenn das Jagdhorn in seiner Funktion als Signalgeber auf Gesellschaftsjagden, um Hinweise und Befehle zu „überbringen“, nicht mehr so häufig wie früher genutzt wird, so gehört es zum Jagd-Brauchtum, wie die Jagdwaffe und Jagdhund.
 

Die Jagdwaffe

Der Jäger unterscheidet zwischen Büchsen und Flinten, wo die Unterschiede nicht immer ganz deutlich sind. Generell kann man sagen: Aus Flinten  wird Schrotmunition verschossen. Mit Schrot bezeichnet man viele kleine Metallkugeln gleichen Durchmessers, die sich in einer Patronenhülse aus Papier oder Plastik befindet.

Flinten werden während der Jagd nur auf kurze Distanz und auf Niederwild eingesetzt, das sich hier in 2 Gruppen unterteilt: Dem Haarwild und dem Federwild. Zur Gruppe des Haarwild zählen z.B.: Fuchs, Feldhase, Eichhörnchen, während das Federwild z.b. Fasan, Wachtel oder Stockente einschließt.

Generell sind Schrotschüsse auf Schalenwild (also auf Paarhufer wie z.B. Hirsch, Gams oder Wildschwein) gesetzlich verboten. Diese werden mit der Büchse geschossen.

Der Unterschied zur Flinte liegt in der Verwendung von kompakten Geschossen und darin, dass der Büchsen-Lauf gezogen ist - was bedeutet, dass er mit Rillen versehen ist, die eine Geschossrotation erzeugen. Beides dient der Flugbahn-Stabilisierung und damit dem präzisieren Treffen auf weitere Distanzen.
 

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