Durchs Ennstal ins "güldene Märktl"

Natur und Kultur am Rande des Nationalparks

einfache Radtour auf asphaltierten NebenstraßenRadtour ca. 100 m; Wanderung zur Burgruine Losenstein 60 m, auf dem Nagelschmiedweg 100 m und auf den Kreuzberg 200 m

254 km ist die Enns lang. In ihrem Unterlauf schlängelt sich der Fluss durch die Voralpen im Südosten Oberösterreichs – und dort findet man einen der reizvollsten Abschnitte jenes Radweges, der ihn (fast) von der Quelle bis zur Mündung in die Donau begleitet. Wir beginnen unsere Erkundung in Losenstein, der „Perle des Ennstals“ am Fuße des Schiefersteins – und zwar gleich mit einem kleinen Fußmarsch. Auf einem Dolomitfelsen über dem Dorf findet man die Mauerreste einer Burg aus dem 12. Jahrhundert. Man geht vom Bahnhof über das Kraftwerk und rechts zum Gasthof Eisentor. Zwischen diesem und der Post führt eine Treppe bergwärts, dann geht’s rechts auf einer Straße zum Gasthaus Marxrieser – dort zweigt der Weg zur Ruine ab. Wer sich die Beine länger vertreten möchte, sei auf den Nagelschmiedweg verwiesen. Er führt auf den Spuren der Handwerker, für deren Produkte das Dorf einst berühmt wurde, ins romantische Stiedelsbachtal hinein (und ist bis auf den letzten Abschnitt zum dortigen Wasserfall sogar mit dem Bike zu „machen“). Im Anschluss starten wir zur eigentlichen Radtour. Sie führt uns vom Bahnhof kurz talaus und links unter der Bahnbrücke durch, dann weist uns die Beschilderung des R 7 links auf der Goldgrubstraße die Richtung nach Großraming. Im sanften Auf und Ab „schaukeln“ wir über dem zu einem See gestauten Fluss zur Mündung des Rohrbachgrabens (dort oben gibt’s ein verstecktes Wirtshaus, das für seine köstlichen Forellen bekannt ist) und nach Reichraming, das „Tor zum Hintergebirge“ (siehe Tour 114). Vorbei am örtlichen Bahnhof und weiter taleinwärts. Bald erreichen wir das Kraftwerk Großraming, das eine neue Attraktion bietet: das Nationalpark Besucherzentrum Ennstal. Hier erleben Sie die spannende Geschichte von der Rückkehr der Waldwildnis im Nationalpark Kalkalpen, u. a. in einem originellen Waldkino. Sie erfahren hier aber auch viel Wissenswertes über die vielen Wander-, Rad- und Mountainbikewege der Region. Nach einem Anstieg und der Überquerung des Rodelsbachgrabens erreichen wir Großraming. Das Ortszentrum liegt über dem rechten Ennsufer, auf unserer Seite befindet sich jedoch das Kutschenmuseum, das daran erinnert, dass es auch bequemere Fortbewegungsarten gäbe. Wir bleiben auf der „Bahnseite“ und radeln nach Küpfern und zur Ennsbrücke in Kastenreith weiter. Am jenseitigen Ufer sehen wir schon den historischen „Kasten“, in dem die reichen Hammerherren Eisen und Lebensmittel lagerten. Heute birgt das renovierte Gebäude ein reich ausgestattetes Museum über die Geschichte der Enns, die einst nicht nur Holzflöße, sondern sogar Schiffe zur Donau trug. Vorbei an der Katzensteinermühle, in der man ab und zu beim Getreidemahlen zuschauen kann, radeln wir unserem heutigen Ziel entgegen. Seit dem 14. Jahrhundert galt Weyer als „Güldenes Märktl“ im Zentrum der so genannten Eisenwurzen, des Landes rund um den Steirischen Erzberg. Die Tafeln an den schönen Hausfassaden rund um den Marktplatz erzählen von den Höhen und Tiefen des eisenverarbeitenden Gewerbes. Wer den Ort und seine Umgebung auch von oben betrachten möchte, steige zu Fuß auf den Kreuzberg, wo sich im naturgeschützten Buchenmischwald manch schöner Ausguck findet. Ein ausgedehntes und bestens gepflegtes Wegenetz ermöglicht eine Rundtour, bei der man auch an den drei namensgebenden Kreuzen.

Strecke: Losenstein – Großraming 10 km, weiter nach Weyer 12 km

Wanderung: Zur Burgruine Losenstein und zurück 40 Min., Nagelschmiedweg 2 h, Kreuzberg 2 h

Einkehr: Gasthöfe in allen größeren Orten am Weg

Quelle: Oberösterreich Tourismus GmbH

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Durchs Ennstal ins "güldene Märktl"
Eisenstraße 75
4460  Losenstein
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